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Weinbau in Keltern

Drei Goldmedaillen für Kelternwein


Gleich in mehrfacher Hinsicht eine gute Ernte einfahren konnte dieser Tage „Kelternwein“, der Zusammenschluss ehemaliger Genossenschaftswinzer zum Vermarktungsbetrieb und eigenem Weingut. Stellvertretend für die vielen Mitgliedswinzer durfte nämlich Alexander Deeg, als Nachwuchswinzer und Geschäftsführer von Kelternwein bei der begehrten Weinprämierung des Badischen Weinbauverbands gleich drei Goldmedaillen mit nach Hause nehmen. Die hohe Auszeichnung für hervorragende Qualität gab’s für die Lage Ellmendinger Keulebuckel: Schwarzriesling Qualitätswein, trocken, für den Schwarzriesling Kabinett, trocken und den Spätburgunder Kabinett, trocken, „Insbesondere die beiden goldenen Medaillen für den Schwarzriesling sind für uns sehr wichtig; denn Keltern ist bekannt für seinen Schwarzriesling vom Ellmendinger Keulebuckel. Sein besonderer Charakter sticht im Weinbaugebiet Baden ganz besonders heraus.“ meint Melanie Frank, Mitgeschäftsführerin und ergänzt „Inzwischen ist auch der 2009er Jahrgang im Keller und verspricht von hervorragender Qualität zu werden. Das schöne, trockene Wetter im September hat die Trauben wunderbar reifen lassen ohne die Gefahr einer Fäulnis. Die Weintrinker und –genießer dürfen also gespannt sein“.

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Neuer Service der Gemeinde für Weingenießer


Keltern hat seit einiger Zeit nicht nur einen eigenen Gemeindeweinberg und konnte in diesem Jahr den ersten Jahrgang lesen;  die Gemeinde hat  zudem auch 300 formschöne Weingläser, die sie en bloc oder auch in kleiner Mengen kostenlos Privat-Personen oder Vereinen zur Verfügung stellen kann. Die ansprechend mit Gemeindewappen versehenen und spülmaschinenfesten Degustationsgläser, sind eine Zierde sowohl für eigene Weinproben, als auch bei größeren Festen und Feiern.

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Das Weingut Kelternwein, Dietlingen hat  freundlicherweise die Organisation des neuen Serviceangebots der Gemeinde übernommen.  Reservierungen und Bestellungen sind somit unter folgender Adresse möglich.

Weingut Kelternwein -
Melanie Frank & Alexander Deeg KG
Poststr. 6a
752510 Keltern-Dietlingen
www.kelternwein.com


geöffnet am Donnerstag -Nachmittag, Freitag Vor- und Nachmittag und Samstag Vormittag
oder nach telefonischer Vereinbarung bei Melanie Frank unter 07236 – 609035

Leihgebühren entstehen keine; allerdings * muss eine Kaution von 3,--€ / Glas hinterlegt werden.  * wird bei Bruch, Verlust oder bei Irrläufern 3,- € / Glas berechnet.



 

Allgemeine Informationen


Weinbau - Welche Rebsorten werden in Keltern angebaut?

Die Gemeinde besitzt eine Gesamt-Rebfläche von über 63 ha. Der Weinbau wurde vermutlich schon von den Römern in die Gemeinde gebracht.

Die Hauptrebsorten in Ellmendingen sind der Schwarzriesling und der Blaue Spätburgunder. In Dietlingen überwiegt der Müller-Thurgau. Der größte Teil der Reben wird von Feierabendwinzern bewirtschaftet. Die Winzerinnen und Winzer werden fast alle von der Weinbaugenossenschaft Keltern-Ellmendingen bestens betreut.

Die Weine allerdings werden seit einigen Jahren bei der Winzergenossenschaft Weingarten (Baden) vorzüglich ausgebaut und in den Keltern verkauft. Zwei Weingüter in Dietlingen vermarkten ihre Weine selbst. Drei Weingüter in Keltern arbeiten ökologisch.

Vorzügliche Winzersekte und edle Brände bezeugen das gute Klima in Keltern. Der neu angelegte Weinwanderweg führt durch das landschaftlich schöne und interessante Rebgebiet. An modern gestalteten Hinweistafeln kann man das Wichtigste und die Besonderheiten über den Wein und den Weinbau erfahren.

Jährlich am 3. Wochenende im September findet das Kelterner Weinwanderwochenende mit Kelterkonzert am Samstagabend, Weinwandertag durch die Weinberge von Dietlingen und Ellmendingen am Sonntag und dem Dietlinger Kelterfest am Sonntag und Montag statt. Mit von den Winzern geführten Wanderungen und Weinständen in den Weinbergen ist dies in Keltern eine gerne angenommene Veranstaltung.

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„Jetzt geht’s los“ ....


Mit der Feststellung „Jetzt kann’s los gehen“ überreichte Keltern Bürgermeister Ulrich Pfeifer, den Schlüssel für die historische Kelter Dietlingen an die Vorstandschaft des Trägervereins (v.l.): Hubertus Sepp Kuhnert, Nicolas Kaupisch, Rudolf Armbruster (BM Pfeifer) Dr. Hartwig Schmittner und Joachim Jüchser.  

Dieser Anfeuerungsruf  schallt nicht nur durch die Stadien; „Jetzt geht’s los“, dies kann nun auch der Verein „Historische Kelter Dietlingen e.V.“ sagen. Vor einem Monat mit dem Vereinszweck „..Erhalt und Wiederherstellung der historischen Kelter Dietlingen als Denkmal des Weinbaus und der Weinkultur“, ins Vereinsregister eingetragen, erfolgte vor Kurzem die offizielle und symbolische Schlüsselübergabe für das ehrwürdige Gebäude von Bürgermeister Ulrich Pfeifer an die Vereinsvertreter. Nun will man schon bis zum bekannten Dietlinger Kelterfest des Akkordeonorchesters am 17. und 18. September erste Verbesserung in der Kelterhalle vorweisen können. So soll in den kommenden Tagen zunächst die Styropor-Dämmung von der Holzbalkendecke genommen, die noch aus der Zeit stammt, als die Kelterhalle als Lager für einen Getränkehandel diente. Außerdem sollen bis zum Kelterfest die Innenwände einen neuen Anstrich erhalten. Alle darüber hinausgehenden Maßnahme, würden zuvor sowohl mit der Gemeinde, als auch mit den Fachbehörden und den betroffenen Vereinen abgesprochen,  so Vorstandmitglied Hubertus Sepp Kuhnert. Was den heimischen Weinbau anbelangt, konnte der für die Kellerwirtschaft (als Teilbereich des Vereins) zuständig Rudolf Armbruster, bekannt geben, dass der Zusammenschluss der verschiedenen Winzer im Verein nun auch eine offizielle Betriebsnummer habe. In den Kellerräumlichkeiten könnte somit schon der neue Jahrgang, der aus 60 – 70 Ar Anbaufläche mit einer geschätzten Menge rund 5 – 6000 Liter stammt, ausgebaut und in Verkehr gebracht werden. In diesem Zusammenhang sei für das kommende Jahr auch der Einbau eines Lastenaufzugs geplant. Zunächst, so die engagierten Mitglieder, wolle man aber nur die genannten Maßnahmen in Angriff nehmen, gleichzeitig ein Gesamtkonzept erarbeiten, dieses mit der Gemeinde und Fachbehörden abstimmen und dann schrittweise umsetzen. Mit dieser Vorgehensweise und ersten sichtbaren Ergebnissen erhofft man sich auch einen gewissen Mitgliederzuwachs von aktuell 31 auf über 50 Personen. Dabei appellierte auch Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer an den zündenden und unterstützenden Lokalpatriotismus, der schon mit einer passiven Mitgliedschaft zum Jahresbeitrag von 25 Euro, besser noch mit einer aktiven Mitgliedschaft zum Ausdruck gebracht werden könnte. Vom gezeigten Engagement der Vereinsverantwortlichen zeigte er beeindruckt und verwies auch auf die Möglichkeit einer Zuschusserlangung aus dem Fond „Entwicklungsprogramm ländlicher Raum“. Inwieweit dieser auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes und der dann eher langfristigen Umsetzung erlangt werden kann, müsse allerdings noch geklärt werden. Unter der Prämisse „Gut Ding will Weile haben“ will der Verein langsam aber stetig an der Umsetzung des Vereinszieles arbeiten, wobei auch Vorstandsmitglied Rudolf Armbruster freimütig bekannte: „Unterstützung ist uns in jeder Form willkommen“.

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Winzersekt-"Eine Dietlinger Renaissance in Weiß"


Keltern ist bekannt für seine Weine. Gehaltvoll die Roten oder fruchtig/frech die Weißen - ein Spiegelbild des „Terroir’s“ (der individuellen Note des Weines; hervorgegangen aus dem einmaligen Zusammenspiel aller geologischen und meteorologischen Einflüsse und Eigenheiten des Anbaugebiets) sind sie ein Markenzeichen für den Weinort vor den Toren der Goldstadt. Ob Ellmendinger Keulebuckel oder Dietlinger Klepberg die Reblagen prägen das Landschaftsbild; sind Pforte zum Schwarzwald oder Tor zum Kraichgau. Auch die Römer haben das nicht nur strategisch so gesehen. Historische Keltergebäude in allen Ortsteilen und das Heimatmuseum weisen den langen Weg zurück in die Wein-Geschichte. „Diese lange Tradition verpflichtet, ist Ansporn und macht ehrgeizig“, so der Kelterner Ökowinzer Gerhard Neye. „Weinbau ist wieder „in“. Die vielfältig strukturierten Weinbaubetriebe in Keltern sind innovativ in Sortenstruktur oder Vinifizierung. Für den Winzer Gerhard Neye, Besitzer des Öko-Weingutes Kuckuckshof in Karlsbad-Ittersbach, bedeutet Innovation nicht abheben irgendwohin, sondern die Symbiose von Vergangenheit und Zukunft. So hat das Weingut erstmalig auch einen 2003er Rivaner-Extra trocken, Winzersekt b.A. Baden kreiert; aus Überzeugung zur traditionellen Rebsorte vom Dietlinger Klepberg - ein Müller-Thurgau vom Muschelkalk. Heimisches Terroir; aber ganz und gar nicht schlicht. Flaschengärung mit feinem, fruchtbetonten Mousseux und nicht allzu trockenem Bukett. Eine „Dietlinger Renaissance in Weiß“. Gerhard Neye, „ältester Jungwinzer Badens“, bewirtschaftet zusammen mit seiner Frau Karin knapp vier Hektar Rebflächen am Ellmendinger Keulebuckel und dem Dietlinger Klepberg. Alle Weine werden entsprechend den Verpflichtungen des ECOVIN-Verbandes ohne Verwendung von Herbiziden, synthetischen Pflanzenschutzmitteln und chemisch-synthetischen Stickstoffdüngern angebaut. Quasi als Botschaftsgebäude für Kelterner Weine betreibt Gerhard Neye zudem in der Nachbargemeinde Karlsbad jeweils zur Saison im März/April und Oktober/November in Ittersbach auch seine Besenwirtschaft und beweist auch damit, dass Weinbaugeschichte nicht ausschließlich am Ort geschrieben werden muss und mit dem erstmaligen Kelterner Winzersekt auch um eine Facette reicher geworden ist.   

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Weinpatenschaften stoßen auf großes Interesse

Mit einer findigen Idee macht das ökologische Weingut Claus Bischoff (Dietlingen) von sich reden.
Seit einiger Zeit besteht hier die Möglichkeit durch die Übernahme einer Weinreben-Patenschaft einen individuellen Beitrag zur Weinkultur zu leisten und gleichzeitig zwei Flaschen vom jährlichen Ertrag der Patenrebe über 3 Jahre hinweg zu erhalten. Weitere Einzelheiten und genaue Informationen finden Sie auf der Homepage vom Weingut Claus Bischoff.



 

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Letzte Aktualisierung: 29.03.2010