I. Gemeinde und Gemeinschaft: Gemeinde Keltern

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Rathaus Ellmendingen
Weinberge
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Handlungsfeld 1 : Gemeinde & Gemeinschaft

Handlungsfeld 1 : Gemeinde & Gemeinschaft

Wir sind Keltern – füreinander und miteinander

Dieses grundlegend demokratische Denken bestimmt unser Handeln und Planen. Wir suchen aktiv den Dialog untereinander, Respekt und Freundlichkeit sind unsere Sprache. Gute Informationen sind bei uns kein rares Gut, sondern Treibstoff der Gemeinschaft. Wir packen gemeinsam an, eine erstrebenswerte Zukunft für Alle ist dauerhaft unser Herzensanliegen.

Was tut sich da gerade, was ist schon getan worden?

- Die Gemeindeverwaltung hat im Juli 2021 einen Kommunikationsberater beauftragt, ein Konzept für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu erstellen.

- Die Homepage der Gemeinde wurde erneuert und ist seit 2021 modern, barrierefrei und deutlich nutzerfreundlicher als bisher.

- Eine BürgerApp versorgt mittlerweile alle angemeldeten Nutzer zusätzlich über PushUp-Nachrichten mit aktuellen Infos aus Verwaltung und Gemeinde

- Digitale Infotafeln für alle Ortsteile ermöglichen bald zusätzliche und aktuellere Infos, die auch für Bürger*innen nutzbar sind, die keine Smartphones nutzen oder sich mit der Nutzung von moderneren Medien noch schwer tun

- Ab 2022 werden jährlich Bürgerbeteiligungsformate wie zum Beispiel Einwohnerversammlungen, WorldCafés oder Workshops zu verschiedenen Schwerpunkt-Handlungsfeldern des Gemeindeleitbildes organisiert und angeboten werden, und dadurch mehr Transparenz und Beteiligung für die Kelterner bei aktuellen, kommunalpolitischen Themen geschaffen.

- Schon seit 2019 werden der Bürgerschaft über das Ratsinformationssystem die gesamten Gemeinderatsvorlagen und öffentlichen Sitzungsunterlagen zugänglich gemacht. Seit 2021 können schon nach wenigen Tagen über dasselbe System die konkreten Entscheidungen des Gemeinderates aus der letzten Sitzung nachgelesen werden. Dadurch wurde die Transparenz rund um die kommunalpolitischen Entscheidungen in der Gemeinde schon deutlich gesteigert.

- Ein Festkomitee plant seit Anfang 2021 die Aktionen und Festlichkeiten, die ein gemeinsames Feiern des 50-Jahre-Jubiläums 2022 ermöglichen sollen

- Seit 2020 organisiert die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Natur in Keltern e.V. die Ausgabe von Bäumen für Neugeborene.

- Die Gemeindenachrichten erreichen in Keltern immer noch einen Großteil der Haushalte. Die Verwaltung ist im ständigen Austausch mit dem Druckhaus BaurTypoform, um das Amtsblatt weiterhin attraktiv und lesenswert zu erhalten. Ein überarbeitetes Redaktionsstatut soll die Qualität des offiziellen Organs der Gemeinde weiterhin sichern.

- Die Gemeindeverwaltung beflaggt mittlerweile an allen nationalen Gedenktagen die Rathäuser (z.B. Jahrestag Befreiung von Auschwitz, Tag der Verfassung) und bekennt sich dadurch zu den Werten von Freiheit und Demokratie, begleitet durch entsprechende Hinweise im Amtsblatt

- Zusammen mit dem Gemeindeleitbildbeirat und dem Gemeinderat arbeitete die Verwaltung seit 2020 an einem ansprechenden und modernen Corporate Design, das den neuen Slogan „Keltern – natürlich. gemeinsam“ integriert. Dadurch wirbt die Gemeinde künftig nach innen wie außen für mehr Gemeinsinn und Verbundenheit in Keltern. Es soll ein Identifizieren mit der Gemeinde erleichtern und ein klares Signal für weniger Ortsteildenken und mehr gemeinschaftliches und solidarisches Handeln setzen.

Was wurde an Zielen und Maßnahmevorschlägen formuliert

​​​​​​​1. Gemeinsame Werte

Folgende Ziele wurden im Leitbild formuliert:
Die Gemeinde Keltern setzt sich aktiv für die Förderung der Demokratie ein. Sie trägt auf allen Plattformen und Kanälen offensiv die Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung nach außen.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

Klare Positionierung der Gemeinde Keltern für Pluralität und Toleranz auf Basis der freiheitlich demokratischen Grund­ordnung, den Werten des Grundgesetzes

  • gegen Demokratiefeindlichkeit
  • Äußerungen und Handlungen, wie z.B. Rassismus, Anti­semitismus, antidemokratisches oder rechtsnationales Gedankengut werden nicht toleriert

Bildungsangebote zur Förderung der Demokratiekompetenz sind in Keltern allen Altersgruppen zugänglich.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

Beitritt zu einer anerkannten Landes-, Bundes- oder anderen Initiative im Sinne von „Klare Kante Zeigen“, zur Vernetzung mit klarem Bekenntnis, bzw. Slogan, der auch in der Außen­darstellung Kelterns verwendet werden sollte

Die Gemeinde und die Verwaltung übernehmen die Werte und sind bei der Umsetzung der Werte klar als Vorbild wahrnehmbar.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

Organisation und Ausrichtung von Bildungsangeboten zur Förderung der Demokratiekompetenz in Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Erwachsenen-Bildung und Vereinen (z.B. durch Vermittlung von Förderprogrammen und Informationsmaterial, Multiplikatoren- und Kompetenz­training, Datenbank, Erstellung von Broschüren).

2. Identifikation als „Kelterner“

Folgende Ziele wurden im Leitbild formuliert:

Die Identifikation aller Bürger*innen als „Kelterner“ wird aktiv und von klein auf durch die Kommune gefördert, u.a. durch die Unterstützung und Organisation von Begegnungsmöglichkeiten und gemeinsamen, kommunalen Aktionen.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

  • Überreichen von umfassenden Informationen über Keltern nach Geburt
  • Jedes Neugeborene bekommt einen Baum von der Gemeinde
  • Pflanzfest: Gemeinsames Baum-Pflanzen aller Neu-Eltern
  • Organisation einer „Langen Tafel“ (z.B. Suppenfest/ Dinner in weiß) durch alle Ortsteile
  • Keltern-App zur Vernetzung, z.B. für Hilfebörse für alle.
  • „50 Jahre Gemeinde Keltern 2022“: Langfristige Planung und Koordination eines großen, gemeinsamen Jubiläums in allen Ortsteilen mit vielen gemeinsamen Aktionen

3. Bürger-Information/Informationsmanagement zu gemeinderelevanten Themen und Außendarstellung

Folgende Ziele wurden im Leitbild formuliert:

Kelterner Bürger*innen werden durch umfassende, aktuelle und gut zugängliche Informationen dazu befähigt und angeregt, sich aktiv am Gemeindegeschehen zu beteiligen und Veranstaltungen wahrzunehmen.

Ein einheitlicher und durchdachter Außenauftritt der Gemeinde sorgt für eine positive Wahrnehmung der Gemeinde und macht das Leitbild erlebbar.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:
Neugestaltung der Homepage der Gemeinde

  • Struktur überarbeiten und Webseite modernisieren
  • Pro-aktiv Informationen bündeln und aktuell halten
  • Umfassendes Bürgerinformationssystem einführen und für Bürger*innen zugänglich machen (Informationen im Kontext)
  • Angebot in mehreren Sprachen
  • Barrierefreie Homepage
  • Information über Freizeitangebote, Veranstaltungen und Attraktionen

Gemeindenachrichten

  • Veranstaltungskalender in den Gemeindenachrichten ausbauen/ hervorheben
  • Modernisierung des Layouts der Gemeindenachrichten
  • Abonnentenzahl der Gemeindenachrichten ermitteln und optimieren

Einrichtung eines Trauerportals (Beerdigungskalender)

Design Manual Corporate Identity (regionale, Kelterner Identität) für visuelle Kommunikation professionell erstellen lassen

  • Neues zeitgemäßes Design mit hohem Wiedererkennungswert und hoher Identifikation der Bürgerschaft und Verwaltung
  • Baukastenprinzip, sodass es für vielfältige Zwecke genutzt werden kann, z.B. Briefkopf/Dokumentationsvorlage, Website, Gemeindenachrichten: Titelseite, Fahne, Ortseingänge, Wegweiser auf Kelterner Gemarkung, Infotafeln, Gemeindefahrzeuge, Stellenanzeigen, Leitsysteme in öffentlichen Gebäuden (z.B. Rathaus)
  • Verfügbarkeit von attraktiven Stilelementen, Logo, Markenzeichen (Signets) zur Nutzung durch öffentliche Einrichtungen, Bürgergruppen (Vereine, Parteien,...) und Unternehmen, um sich als Teil Kelterns präsentieren zu können; Gestaltung hierfür sollte eine leichte Integration in andere Designs ermöglichen (z.B. durch zurückhaltende Farbgebung)
  • Einführung und zunehmend umfängliche Verwendung unterstützen und kontrollieren
  • Wappen professionell neu/ überarbeiten lassen, in Zusammenhang mit visuellem Kommunikationskonzept

4. Integration von Neubürger*innen

Folgende Ziele wurden im Leitbild formuliert:
Neubürger*innen stehen einfache und schnell erreichbare Möglichkeiten zur Verfügung, sich über die Gemeinde zu informieren und mit „Alteingesessenen“ in Kontakt zu treten.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

  • Organisation eines jährlichen Neubürgerempfangs im  Rathaus (Informationsabend)
  • Informationsbroschüre für Neubürger*innen überarbeiten

5. Einbeziehung der Bürgerschaft in kommunale Entscheidungen

Folgende Ziele wurden im Leitbild formuliert:

Es werden regelmäßig Bürgerbeteiligungsprojekte durchgeführt und Bürger*innen jeden Alters werden dazu ermutigt, sich aktiv in Entscheidungsprozessen miteinzu­bringen.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

  • Einführung eines bürgerlichen Informationssystems: Zahlen, Daten, Fakten (strukturiert nach Energie, Verkehr, Wasser, Schulsysteme) online zur Verfügung stellen
  • Bereitstellung bereits eingeholter und verfügbarer Gutachten im Internet

Zum Gelingen der Bürgerbeteiligungsprojekte wird die Bürgerschaft durch ein übersichtliches Informationsma­nagement dazu befähigt, sich barrierefrei und umfassend über kommunale Themen zu informieren.

Maßnahmenvorschläge hierfür sind:

  • Planungen (Bebauungsplan Lärmaktionsplan, Flächennutzungsplan, Ratsbeschlüsse usw.) online einfach nach Stichwort auffindbar machen
  • Für Gemeinderatssitzungen: Tagesordnung, Beratungsunterlagen für öffentliche Sitzungen, Beschlüsse gem. § 41b GemO dauerhaft online auffindbar und verfügbar machen
  • Professionelles Konzept für Öffentlichkeitsarbeit erstellen lassen:
    • Auf welchen Kanälen können Bürger*innen (unterschied­liche Altersgruppen) erreicht werden?
    • Wie werden wichtige Neuigkeiten kommuniziert?
    • Wie können sich Bürger*innen niederschwellig einbringen?
  • Jugendliche über das Thema „Jugendgemeinderat“ infor­mieren und bei nachhaltigem Interesse die Gründung (Wahl) und langfristige konstruktive Zusammenarbeit fördern und gewährleisten
  • Zur Verbesserung von Bürgerbeteiligung: Sachlage und ggf. auch Historie zu kommunalpolitischen Themen möglichst neutral und objektiv in einer kurzen Übersicht zusammen­stellen
    • Fact Sheets erstellen und pflegen
      • Dies könnte in Zusammenarbeit mit erfahrenen Bürger*innen und der Gemeindeverwaltung schrittwei­se entstehen
      • Ziel: Bei Bedarf kann sich ein Gemeinderat, Mitarbei­ter*innen der Verwaltung, Bürger*innen… über die aktuelle Sachlage einfach und umfassend informieren. Es kann konstruktiv auf Augenhöhe diskutiert werden.
      • Bei einer Integration in das Bürgerinformationssystem bilden die Factsheets quasi die Historie zu den Themen ab, die aktuell durch Beschlussvorlagen, Abstimmungs­ergebnisse, Anträge, Gutachten usw. weitergeschrieben werden
  • Bürgerbeteiligung fordern und fördern lassen,z.B. allianz-fuer-beteiligung.de

Weitere Informationen: Hauptamtsleitung (Telefonnummer: 07236 703-27)