Erfolge im heimischen Weinbau

Öko-Weingut Kuckuckshof erhält für seine „Option Z“ die Auszeichnung "Bester Biowein in Baden-Würrtemberg" und zudem eine Goldmedaille des Inernationalen Bio-Weinpreises

WeinAuszeichung Kuckuckshof Neye 2016Schon seit geraumer Zeit erlebt der Kelterner Weinbau eine glanzvolle Renaissance und kann mit der Arbeit vieler  privater Winzer, Weingüter  und Genossenschaftswinzern stattliche Erfolge vorweisen. Jüngstes Beispiel ist, um in der Sprache des Fußballs zu bleiben, das „Double“ des Ökoweinguts Kuckuckshof in Ittersbach. So wurde die „2012er Option Z-Rotwein-Cuvée“ als bester Biowein in Baden-Württemberg in der Kategorie PiWi’s (pilzwiderstandsfähige Sorten) ausgezeichnet. Zudem wurde die „Option Z“ auch mit der Goldmedaille des Internationalen Bio-Weinpreises ausgezeichnet. Basis dieses Erfolges ist die Arbeit in den Weinbergen und im Keller. In diesem Sinne bewirtschaftet die Weinfamilie Neye seit fast 20 Jahren vier Hektar Rebflächen in Keltern nach den Richtlinien des Bundesverbandes ökologischer Weinbau (ECOVIN). Der Quereinsteiger im Weinbau, Gerhard Neye, der sich gerne als ältester Jungwinzer Badens bezeichnet, ist stolz auf die Prämierungen und nennt eine Reminiszenz an das Weinbaugebiet Kraichgau, besonders die Standorte Dietlingen und Ellmendingen. So wurde der Siegerwein „Option Z“ auf Kelterns Einzellagen Keulebuckel und Klepberg angebaut. „Die aufwändige Vinifikation gründet auf der langjährigen, autodidaktischen Pionierarbeit“ resümiert Gerhard Neye mit gewissem Stolz und ergänzt: „Option Z“ ist eine Cuvèe aus PiWi’s der Cabernet-Linien, die vom staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet wurden“. Das Ökoweingut Kuckuckshof war einer der ersten Betriebe, die die Neuen Roten vor über 15 Jahren in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe als Versuchsanlage in Keltern bestockt hat. Wie nun die Auszeichnungen bestätigen scheinen die „Neuen Badener“ sehr gut auf Kelterns Muschelkalk – Terroir zu gedeihen.  Besonders großen Wert legt die Weinfamilie Neye auf das Prinzip der Nachhaltigkeit, so auch in der Betriebsstruktur, die durch die Tochter Vivien ihren Fortbestand erfährt. Ihre vor Kurzem abgeschlossene Ausbildung zur Winzerin und staatlich geprüften Wirtschafterin für Weinbau und Önologie bieten hierfür die Gewähr; Vivien Neye ist somit künftig Kelterns erste Vollerwerbswinzerin und wird die Pionierarbeit von Gerhard Neye in zweiter Generation fortsetzen.