Rekordspende nach Obstschwemme

- Ehrenamtliches Mostereiteam übergibt über 10 000 € an soziale Einrichtungen

ZG02 19SpendeMosterei01Ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement ist der Einsatz des ehrenamtlichen Mostereiteams in Keltern. Bereits seit sieben Jahren engagieren sich Manfred Seemann, Jasmin Haiber, Dieter Knäble, Werner Schnitzer und Wolfgang Schroth, zunächst für die Obstbaumbesitzer und den Streuobstbau mit dem Saftpressen und später mit ansehnlichen Einzelspenden an soziale Einrichtungen und Projekte. So konnte das fünfköpfige Team in diesem Jahr 2000 Euro an die Sozialen Dienste Straubenhardt-Keltern, 2000 Euro an den ambulanten Hospizdienst westlicher Enzkreis, 3000 Euro an die SWR Kinderhilfsaktion „Herzenssache“,  2500 Euro an „Menschen in Not“ und 650 Euro an den Kelterner Heimatverein „AHK „ übergeben.

Zusammengekommen war dieser stattliche Gesamtbetrag von 10 150 € durch den ehrenamtlichen Arbeitseinsatz während der Obsternte über sieben Wochen und mit über 900 Arbeitsstunden. Bei der Scheckübergabe im Ellmendinger Rathaus zeigte sich der Initiator und „Motor“ des Mostereiteams Manfred Seeman gleich in mehrfacher Hinsicht erfreut. So war er begeistert davon, dass die diesjährige „Obstschwemme“  nun auch zu einer Rekordspende geführt habe. Gefreut habe man sich auch über viel Lob und viele nette Worte und Gespräche bei der Arbeit. Die größte Freude sei aber die Gewissheit mit dem Obst- und auch Traubenpressen einerseits etwas für den Erhalt des heimischen Streuobstbaus und des Weinbaus getan zu haben und andererseits Hilfsprojekte unterstützen zu können. Über zwei Monate hatte das Mostereiteam in der Gemeindemosterei im Kelterner Bauhof bei der Niebelsbacher Grenzsägmühle rund 80 000 Liter Apfelsaft gepresst. Während, vorwiegend die älteren Mostliebhaber, den Saft in Fässern oder großen Behältnissen mit Nachhause nahmen, wurde, größtenteils für junge Familien der Saft im Bag-in-Box-Verfahren abgefüllt. Über 7 000 Stück dieser 5-Liter-Gebinde sind dabei zusammengekommen. Damit können die Familien nun ihren im wahrsten Wortsinn „eigenen“ Apfelsaft genießen. Auch für die Hobbywinzer ist der Betrieb der Kelterner Gemeindemosterei wichtig, da es im weiten Umkreis kaum mehr eine Kelter gibt bei der eigene Trauben entbeert und gepresst werden können. „So kommt das Engagement des ehrenamtlichen Mostereiteams vielen Menschen zugute“, attestierte Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger bei der Scheckübergabe und Dankabstattung. An das Team gewandt stellt er fest „Mit ihrer Arbeit sorgen sie im übertragenen Sinne für blühende Landschaften und tun abschließend mit ihren Spenden noch viel Gutes.

ZG02 19SpendeMosterei02Eine Feststellung die die Spendenempfänger nur unterstreichen konnten und ergänzten: „Das Geld findet gute Verwendung und kommt direkt unserer Arbeit oder speziellen Hilfsprojekten zugute", meinte auch Petra Allion (r.) von der Sozialstation Straubenhardt Keltern, die ür das Mostereiteam auch noch kleine Präsente parat hatte.