Kelterner Gemeindemoste geschlossen

Mosterei in Ottenhausen ist noch bis zum kommenden Samstag, 19.Oktober geöffnet. 

Wegen des mangelnden Obstertrages blieb die Kelterner Gemeinde-Moste in diesem Jahr für das Obstsaftpressen geschlossen. In der Nachbargemeinde Straubenhardt bot sich mit der Mosterei in Ottenhausen eine Alternative. Hier besteht noch bis zum morgigen Samstag, 19. Oktober die Möglichkeit Saft zu pressen und in „Bag-in-Box"-Saftpakete abfüllen zu lassen. Anmeldung unter Tel. 0160-96285776. 

Die Gemeindemosterei in Keltern war in diesem Jahr nur für das entbeeren und pressen ab dem 14. September geöffnet. Gestartet wurde mit den Müller-Thurgau-Trauben, diese Arbeit hat in der vergangenen Woche mit den Trollinger- und Dornfeldertrauben geendet. In vielen Gesprächen hat sich gezeigt, dass die „Hobbywinzer" der Gemeinde und dem ehrenamtlichen Moste-Team sehr dankbar dafür sind, dass hier eine Möglichkeit zum keltern besteht und diese auch weiterhin erhalten bleibt, denn im weiten Umkreis ist es die einzige „Kelter“ in der man Trauben entbeeren und pressen lassen kann. So kommen die Winzer nicht nur aus der Heimatgemeinde, sondern auch aus dem Pfinztal und dem gesamten Enzkreis. Ein besonderes Lob gab es in diesem Zusammenhang mit der Feststellung zahlreicher Hobbywinzer, die unterstrichen „wenn ihr das nicht mehr macht, können wir unsere Weinberge vergessen“. Diese Aussage ist Anerkennung und Ansporn für die Ehrenamtlichen zugleich.
Rückblickend auf die diesjährige Keltersaison resümierte Manfred Seemann „Im Großen und Ganzen war die Qualität und Menge besser als erwartet. Die Kirschessigfliege richtete weniger Schaden an, wie zunächst befürchtet. Nur der Hagel und der Sonnenbrand hatten besonders in Keltern für weniger Ertrag gesorgt. So wurden anfangs ausnahmsweise auch kleinere Mengen um 100 bis 200 Liter verarbeitet um den Winzern eine Freude zu machen.“