„Liebe geht durch den Magen“….

Gehring01….. diesen Spruch kann der langjährige Bürgermeister und Ehrenbürger von Wolfgang Gehring nur unterstreichen; denn was viele nicht wissen, Ehefrau Ilse ist auch eine begeisterte Köchin, die nun schon seit 50 Jahren ihren Gatten verwöhnt. Heute, 26. Juni können die beiden fernreisesüchtigen Genießer ihre Goldene Hochzeit feiern. Dabei sind sie erst aus einem Marokko-Urlaub zurückgekommen. Unisono können beide feststellen: „Wir haben viel erlebt“. 1963 begann die private Erlebnis- und Erfolgsgeschichte von Wolfgang und Ilse Gehring, geb. Schwab. Damals hatte der 25jährige Amtsinspektor aus Büchenbronn die Stelle des Ratschreibers in Dietlingen angetreten. Beim Blick aus seinem Amtszimmer sah er öfters auch die damals 18jährige Ilse, die zum Einkaufen mit ihrer Schwester am Rathaus vorbeiflanierte. Beim „zufälligen“ Zusammentreffen im Rathaus sprang dann der Funke zwischen der jungen Fabrikantentochter Ilse Schwab und dem aufstrebenden Wolfgang Gehring sofort über. Am 25. Juni 1965 gaben sich die beiden vor Bürgermeister Emil Friedrich Beuchle das Ja-Wort. Tags drauf wurde das junge Paar von Dekan Otto Braun in der Dietlinger Andreaskirche getraut. Damit begann ein gemeinsamer Lebensweg, der von viel Arbeit, aber auch vielen Reise- und Genusserlebnissen geprägt war und ist. Die Hochzeitsreise führte im Cabrio nach Wien und an den Gardasee. Die erste Wohnung wurde an der Ersinger Straße in Dietlingen genommen. Schon ein Jahr später wurde Wolfgang Gehring Bürgermeister von Ellmendingen und Dietenhausen und später auch von Niebelsbach. Mit damals knapp 27 Jahren war er der jüngste Bürgermeister in Baden-Württemberg. Er setzte die Gemeindereform zur heutigen Gesamtgemeinde Keltern um und war über drei Jahrzehnte ein beliebter heimatverbundener „Schultes“, der das Gesicht von Keltern wesentlich geprägt hat. Ein erstes gemeinsames Fernreise-Erlebnis hatten Wolfgang und Ilse Gehring 1971, als sie zum 25sten Auswanderertreffen von Dietlingern und Ellmendingern nach New York flogen. Auf dieser Amerika-Reise wurden sie auch im Kongress und Senat empfangen. 2004 ging Wolfgang Gehring in den Ruhestand. Auch Ehefrau Ilse war immer berufstätig,  als Chefsekretärin und zuletzt als Prokuristin beim VKG  (Vereinigter Küchenfachhandel). Aus dieser Zeit heraus und ihrer Leidenschaft entsprechend, gibt es auch Verbindungen zu so bekannten Fernsehköchen, wie Johann Lafer, Sante de Santis, Vincent Klink oder Lea Linster. Von dem Können dieser Meister ist Ilse Gehring beeindruckt und begeistert zugleich. Sie selbst kocht gerne auch einmal extravagant, liebt es aber auch Gerichte aus den bereisten Ländern, wie zum Beispiel aus der äthiopischen Küche „Shiro“ ein Linsengericht oder auch andere Speisen nachzukochen. Ihren Ruhepol finden die beiden Weltenbummler aber immer wieder in Keltern, wo sie bereits seit 1972 in ihrer Penthouse-Wohnung an der Pfinztalstaße 27, sozusagen über den Dächern von Ellmendingen wohnen. In den  50 Jahren des gemeinsamen, zuweilen durch die Arbeit recht stressigen, Lebensweg haben Ilse und Wolfgang  Gehring viel erreicht, sind viel gereist und haben viel erlebt. Trotz aller Auslandsaufenthalte lieben sie ihren Heimatort und sind hier fest verwurzelt.  Auf gemeinsamen, auch recht ausgedehnten Spaziergängen genießen sie die Schönheit der Natur und die Herzlichkeit der Menschen. Eine Herzlichkeit die ihnen nicht nur zum Ehejubiläum auf vielfältige Weise entgegen gebracht wird

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Ein halbes Jahrhundert liegt zwischen dem aktuellen Bild und diesem Hochzeitsbild, das damals durchaus der Zeit entsprach.