Omas stricken für den Nachwuchs

-  Darüber freuen sich nicht nur Hannes und der Bürgermeister –

Hannes und BuergermeisterDass stricken und häkeln nicht nur ein schönes Hobby und geselliger Zeitvertreib sein können, sondern auch von Nutzen sind und Spaß machen, das wird am Beispiel der Kelterner Gemeindeseniorinnen deutlich. Jeden 1. und 3.  Donnerstag im Monat treffen sich in der Begegnungsstätte Spritzenhaus rund 20 ältere Damen und …„dann geht’s los“. Über drei Stunden lassen sie bei Kaffee und Kuchen die Nadeln klappern und erfreuen sich daran mit ihrer Hände Arbeit Schönes zu schaffen. „Da kommt Einiges zusammen, ob Kindersöckchen und –mützchen, oder Schals, Decken und vieles mehr.

Ein Teil davon geht über kirchliche Organisationen dann an Hilfebedürftige in Bosnien oder Rumänien, der andere Teil wird zusammen mit Bastelarbeiten dann auf dem Dietlinger Nikolausmarkt verkauft“. Dies hatte vor Kurzem Carmen Höpfinger, die zusammen mit Michaela Hauber die Begegnungsstätte leitet, Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger vermittelt. „Warum denn in die Ferne schweifen….“ dachte sich dieser und regte an, dass die fleißigen Damen doch auch für neue Kelterner Erdenbürger Söckchen und anderes stricken könnten. Zusammen mit weiteren Begrüßungsgeschenken erhalten junge Eltern dies von der Gemeinde. Gesagt – getan ….und so hat nun der Handarbeitskreis im Dietlinger Spritzenhaus einen „Generationenvertrag“ mit den Kelterner Neugeborenen. „Das waren im vergangenen Jahr über 70 Mädchen und Jungen“ gab das Kelterner Gemeindeoberhaupt auf Nachfrage bekannt. „Also in der Regel liegt unsere Strickleistung bei 90 Söckchen im Vierteljahr; das heißt da müssen sich die jungen Paare noch ganz schön anstrengen“, kam es mit Gelächter aus Runde.

Auch Kelterns Bürgermeister hatte gut lachen. Erstens über den Spruch und zweitens über eine Begegnung mit dem erst zwei Monate alten Hannes Reister. So gab’s beim Besuch im Spritzenhaus eine Begegnung von „Hannes mit dem Bürgermeister“ , wobei jeder gleich an das bekannte Schauspieler-Duo Albin Braig und Karlheinz Hartmann vom Mundarttheater Mäulesmühle dachte. Der Kelterner Hannes zeigte sich davon aber wenig beeindruckt und schlief in den Armen von Mutter Laura. Sie freute sich umso mehr, sowohl über die Begegnung als auch über die Söckchen, denn schließlich gehört auch Uroma Liese Vollmer zum Kreis der strickbegeisterten Seniorinnen. Diese versprachen kräftig weiter zu stricken, im Besonderen auch für die neuen Kelterner Erdenbürger.

Begeistert von ihrem Strickergebnis wird der Kelterner Handarbeitskreis in diesem Jahr erstmals auch an der Ausstellung „Senioren schaffen Schönes“ vom 29. Mai – 2 Juni im Pforzheimer Volksbankhaus teilnehmen und sich jetzt schon auf den Dietlinger Nikolausmarkt vorbereiten. Um munter weiter stricken zu können und damit auch Schönes zu schaffen, freuen sich die Seniorinnen über jede, auch noch so kleine Woll-Spende, wie sie ihnen in den vergangenen Jahren unter anderem durch Geschenke und  Haushaltsauflösungen zuteil wurde.