Vermessungspunkte werden angepasst

Mitarbeiter des Vermessungsamtes dürfen Grundstücke betreten!
Ab dem 9. Februar werden Mitarbeiter des Vermessungsamtes in und um Ellmendingen unterwegs sein, um wichtige Vermessungspunkte im Ort und in der Feldflur neu zu bestimmen.

Die Vermesser dürfen dazu laut Vermessungsgesetz auch private Grundstücke betreten, wenn sich dort ein solcher Punkt befindet; damit ist vor allem außerhalb der Ortsbebauung zu rechnen. Die Arbeiten kosten den Grundstückseigentümer nichts – sie sind Teil einer Umstellung des Liegenschaftskatasters. Der Hintergrund: Bislang bezieht sich das Kataster auf die so genannten Gauß-Krüger-Koordinaten, die in Deutschland für Gebäudeaufnahmen, Grenzfeststellungen und Grundstücksaufteilungen verwendet werden. Diese Koordinaten sollen künftig in einem EU-weit einheitlichen Bezugssystem dargestellt werden, dem „Europäischen Terrestrischen Referenzsystem 1989“ (ETRS89). Dieses neue Bezugssystem ist notwendig, um eine Verknüpfung von Geodaten unterschiedlicher Disziplinen - wie zum Beispiel  aus dem Liegenschaftskataster, Forst, Naturschutz, Hochwasserschutz, Straßenbau oder Umweltschutz - zu gewährleisten. Die Vielzahl unterschiedlicher Bezugsysteme innerhalb der EU, aber auch innerhalb Deutschlands erschwert bislang eine solche Verknüpfung. Zur Umstellung auf das neue System benötigen die Vermesser Punkte, die sowohl die alten als auch die neuen Koordinaten besitzen; die Festlegung erfolgt durch moderne Satellitenmessung. Wer noch Fragen zur Vermessung hat, kann sich an Pascal Knoch vom Vermessungs- und Flurneuordnungsamt im Landratsamt Enzkreis wenden. Er ist unter Telefon 07231 308-1929 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.