„Gewalt kommt nicht in die Tüte“

Gleichstellungsbeauftragte lädt zu Aktionstagen auf Weihnachtsmärkten in Mühlacker und Remchingen ein

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“ – unter dieser Überschrift haben die Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises und der Stadt Pforzheim, Martina Klöpfer und Susanne Brückner, eine Kampagne gestartet, deren Ziel es ist, den Bekanntheitsgrad des Hilfe- und Beratungssystems in der Region zu erhöhen. Zugleich soll so das Thema Häusliche Gewalt /Gewalt gegen Frauen aus der „Tabuzone“ geholt werden.

Dazu werden bis zum 5. Dezember rund 90 Kooperationspartner - darunter etwa 60 Bäckereien, 20 Fleischereien sowie Tafelläden in Pforzheim und dem Enzkreis - ihre Waren in insgesamt 140.000 Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verpacken. Zudem sind mehrere Aktionstage geplant, so etwa am Freitag, 27. November, ab 15 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt in Mühlacker (vor dem Rathaus) und am Freitag, 4. Dezember, ab 18 Uhr im Weihnachtsdorf in Remchingen.

In Mühlacker wird nach der Begrüßung durch Bürgermeister Winfried Abicht die Gleichstellungsbeauftragte Martina Klöpfer ins Thema einführen. Zudem werden mit dem Bezirksverein für soziale Rechtspflege Pforzheim, der Fachstelle gegen häusliche Gewalt, dem Polizeipräsidium Karlsruhe/Referat Prävention, dem Angebot „KISTE / Hilfen für Kinder mit Gewalterfahrungen“, dem Jugendamt des Enzkreises, der „Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche“ in Mühlacker und Pro Familia Pforzheim die Kooperationspartner vor Ort sein.

In Remchingen übernehmen Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon und Angie Trautz vom „Bund der Selbständigen“ die Begrüßung. Botschafterinnen der Kampagne sind Katja Kreeb, Dezernentin für Soziales, Familie und Integration beim Landratsamt Enzkreis, und Sabine Hager (Pforzheim).

Im Zeitraum der Kampagne - insbesondere auch am 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ - weht am Landratsamt und vor dem Rathaus in Mühlacker die Fahne "Frei leben ohne Gewalt".