Arbeitskreis „Flüchtlinge in Keltern“ informiert zu Sachspenden

Kleiderbazar 1 19.12.15Am 05. und 19. Dezember 2015 fanden im Gemeindehaus der Freien Christlichen Gemeinde bei der Grenzsägmühle zwei Kleiderbazare des Arbeitskreises Flüchtlinge statt, bei denen sich die bei uns lebenden Flüchtlinge für einen geringen Eigenbeitrag mit warmer Winterkleidung ausstatten konnten. Viele fleißige Hände waren da, um die gespendeten Kleider und Schuhe zu sichten und zu sortieren. Dabei haben auch zwei der schon längere Zeit in Keltern lebenden Flüchtlingsfamilien kräftig mit angepackt.

Die Spendenbereitschaft der Kelterner Bevölkerung ist sehr groß, fast täglich bekommen wir Angebote über Kleider, Geschirr, Möbel und andere Dinge. Das ist toll und wir bedanken uns herzlich auch im Namen der Flüchtlingsfamilien. Da wir jedoch nicht über geeignete Lagermöglichkeiten verfügen, können wir im Moment leider keine weiteren Sachspenden annehmen. Bitte schreiben Sie an Simone und Jürgen Schwarz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) was Sie spenden möchten. Sobald dafür Bedarf besteht, bekommen Sie von diesen Bescheid – evtl. auch erst nach ein paar Wochen. Die Familienpaten des Arbeitskreises sind regelmäßig bei den Flüchtlingsfamilien zu Besuch und geben Familie Schwarz Bescheid, wenn dort etwas fehlt.

Und wenn Ihnen beim nächsten Spaziergang bei der Grenzsägmühle ein Kind barfuß in Badelatschen auf der Straße begegnet, muss das nicht heißen, dass es keine warmen Strümpfe oder Schuhe hat - sondern es ist einfach noch ungewohnt, diese anzuziehen.

Kleiderbazar 2 19.12.15Manche Bürger besuchen die Flüchtlingsfamilien auch direkt und bringen ihnen Sachen vorbei. Dabei sollten aber einige Punkte beachtet werden:

- Vor allem große Geschenke (z.B. Fahrräder) für Einzelne führen leicht zu Neid und Missgunst untereinander.

- Der Platz in den Unterkünften (vor allem in den Wohncontainern) ist sehr begrenzt.

- Bei Menschen aus arabischen Ländern gilt es als absolut unhöflich, gar beleidigend, ein Geschenk abzulehnen.   Da wird dann auch die XXL-Winterjacke dankend angenommen, obwohl niemand in der Familie größer als M benötigt.

- Die Asylsuchenden bekommen vom Landkreis ausreichend Geld zur Deckung des täglichen Bedarfs. Dazu gehören neben Lebensmitteln auch Kleidung, Küchenutensilien, etc. Wir unterstützen beim Suchen und Finden geeigneter Einkaufsmöglichkeiten.

Wenn Dinge gebraucht werden, die über den normalen täglichen Bedarf und die finanziellen Möglichkeiten der Flüchtlingsfamilien hinausgehen (z.B. Schulranzen), dann werden wir zu entsprechenden Sachspenden aufrufen.