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Winzerhalle braucht neue Kellerdecke

icon.crdate23.05.2024

Aus wirtschaftlichen Gründen kommt nur eine neue Decke in Betracht

Komplexer Abbruch und Neubau der Decke

Arbeiten können ausgeschrieben werden

Die Winzerhalle in Ellmendingen ist nur dann sinnvoll nutzbar, wenn sie eine neue Kellerdecke erhält. Das Büro Lennermann+Krämer Architekten hat zusammen mit Fachberatern das Gebäude untersucht und eine Sanierungsplanung erarbeitet. Die Fachleute sind zum Ergebnis gekommen, dass die bestehende Kellerdecke so stark geschädigt ist, dass aus wirtschaftlichen Gründen nur eine neue Decke in Betracht kommt. Der Gemeinderat hat dem Konzept für die 1937 erbaute Winzerhalle zugestimmt. Damit können die Planungen weiterlaufen. Im Idealfall könnten die Bauarbeiten bereits im Herbst 2024 beginnen.

Winzerhalle ist wichtige Einrichtung

Die Winzerhalle spielt für das Vereinsleben und die traditionellen Veranstaltungen rund um den Weinbau eine wichtige Rolle. Die Gemeinde hatte deshalb auch von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht, um die Kelter zu erwerben und das Areal städtebaulich neu zu gestalten. Dies wurde so auch in der städtebaulichen Konzeption zum Bebauungsplan „Kulturzentrum Alte Kelter Ellmendingen“, der die Winzerhalle umfasst, festgelegt.

Die Fachleute haben festgestellt, dass die Kellerdecke bruchgefährdet ist, derzeit wird sie provisorisch abgestützt. Auf der Rippendecke sind hohe Lasten nicht zulässig, zudem findet sich zwischen Fliesenlage und dem Betonkörper eine mit Schadstoffen (PAK) belastete Abdichtung. All dies spricht für eine neue Decke.

Statische Herausforderungen

Allerdings sind beim Neubau der Decke statische Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört es, die Kelleraußenwände gegen Druck zu sichern. Das Gebälk wiederum muss auf Zug gesichert werden. Planer und Berater haben eine Lösung für diese komplexe Aufgabenstellung gefunden. Sie schlagen vor, sieben Abschnitte zu bilden und die Decke komplett mit allen Tanks und Einbauten im Keller abzubrechen. Die Sicherungen werden dem Fortschritt der Arbeiten schrittweise eingebaut. Dies alles verursacht einen erhöhten Aufwand. Immerhin: Die Baufirmen können Großgerät einsetzen, was die Arbeiten effektiver macht. Für den Wiederaufbau der Decke sind mehrere Stützen mit Fundamenten vorgesehen.

Die Abbruch- und Baukosten für die Kellerdecke belaufen sich auf insgesamt rund 500.000 Euro. Nach dem Beschluss des Gemeinderats können die Leistungen für Abbruch und Neubau der Decke national und öffentlich ausgeschrieben werden.